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Flieg.Heiko Gödel 2001
Ich sitz in meinem Nest – schau in die Welt.
Von hier aus alles sicher – so wie es mir gefällt.
Doch da ist was , was mich quält und mir meine Ruhe stehlt.
Meine Flügel sind gewachsen – fast über Nacht.
Du sagst das ist normal und es ist Zeit,
meine Schwingen zu benutzen – sei bereit,
die Welt neu zu entdecken – werd‘ endlich groß,
deine Kindheit ist vergangen - damit ist Schluß.
Ist doch alles so gewohnt und so vertraut –
Daß es irgend etwas andres gibt, hab ich nie geglaubt.
Es wird mir langsam klar – es ist nichts mehr wie’s war.
Hat alles keinen Zweck – ich muß hier weg.
Krall mich unschlüssig noch immer an meinem Nestrand fest.
Und der Wind läd mich ein: „Komm – mach doch einen Test!“
Mir wird heiß und kalt – die nackte Angst – vielleicht mein Tod.
Und Du lächelst nur sanft – und gibst mir einen Schubs...
und ich
Flieg....Flieg....Flieg....Flieg....
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