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Wo sind sie geblieben, die großen Festivals der christlichen Rocker der 80ziger und frühen 90ziger ? - vom Winde verweht - aus und vorbei...wollten wir nicht glauben und meldeten uns zum “Tag der Sachen” nach Sebnitz an.
Nach allerlei Bürokratie zwecks Anmeldung und so und einem leicht konfusem Email-Salat wegen Technikfirma hin und her, gab es kurz vor knapp von unserem Jugendpfarramt - Referat Musik, Leipzsch, grünes Licht, dass nun doch alles gerichtet sei. Also frohen Mutes einen Transporter gechartert, denn wir stellen auch noch kurzerhand die Backline, da die Technikfirma dazu plötzlich nicht in der Lager sein sollte, und ab nach Sebnitz...
....Oh wei, oh wei...also in der freien Wirtschaft, in der ich quasi “nebenberuflich” tätig bin, hätte man sicher kurzerhand die Verantwortichen “im gegenseitigen Einverständnis” entlassen! Wie kann man denn so eine Chance, werweißwieviel Leute zu erreichen, so derart vergeigen... Es geht schon mal los, dass die Bühne in die falsche Richtung zeigte - man hätte wenigstens prüfen können, obs nicht anders rum geht - also Richtung Stadt und nicht Richtung Friedhof - vielleicht sollten wir Tote wecken - oder einfach nur die Veranstaltungen der Kirchenmeile nicht mehr als vermeidbar stören... Dieser Eindruck setzte sich leider fort, indem wir feststellen mussten, dass unsere Bühnenpläne nicht vorlagen (die lagen aber vor - mit Sicherheit!), die bestellte Technik wohl für ein Liedermacher-Duo konzipiert war, nicht aber für ein Festival von 6 “ausgewachsenen” Bands (zum Glück waren die beiden Techniker, die von Artecom angeheuert waren, absolute Profis und haben bischen mitgedacht und vorsorglich mal noch bissl was mehr mitgebracht - nicht Leistung, sondern Kanäle...das nächste Mal darfs auch noch bischen Licht mehr sein...). Nächster Punkt: Soundcheck-Zeit war gar nicht vorgesehen!? Für uns zum Glück war TenSing nicht am Start, so dass wir wenigsten 2 x 1/2 Stunde für die Backline hatten (aber nur unter verschärftem Protest wieder einiger Verantwortlicher, die sich wohl gestört fühlten. Man hatte da schon das Gefühl, dass die 3 Bands, die dann effektiv da waren, als so eine Art “notwendiges Übel” gesehen wurden... Früher hat man als Band wenigsten mal noch was zu Essen bekommen...früher eben...die Hälfte der Mannschaft von Sunrise mussten sogar Eintritt zahlen...egal: Alles für den Herrn!... Ach so: Wer hat denn den Kleinkünstler eingeladen, der auf der Hauptbühne mittels Handpuppen mit Hexen und Teufel spielte...wir dachten, wir sind im falschen Film...weiter im Text: Das Programm der Kirchenmeile war ja lobenswert vollgepackt, wenn auch nicht gerade mit extremen Straßenfegern (wir erinnern uns - wir sind auf dem “Tag der Sachsen” und nicht zum Gemeindefest der Kirchgemeinde Sebnitz!!) - das eigentliche Problem war auch nicht mal, dass es keine Werbung oder so was gab, sondern dass das, was die Leute stehenbleiben läßt, nicht stattfand, nämlich nonstop Feuerfrei auf der Bühne: Zeitablauf Bühne: 17.00 JRG, 17.30 Akzent, so weit o.K. - dann Pause - 21,00-22,00 Gideon - Pause - 23,00 Sunrise - aber da hatten wohl die möglichen Zuschauer nicht vermutet, dass da noch was kommt - nur noch Musiker da...so darf man eine Band, mit so hohem Anspruch (wirkliche Profis) nicht verheizen!!!! - Taureif spielte gar nicht erst - sollte man mal drüber nachdenken...An den anderen Bühnen der Stadt knallte es den ganzen Tag ordentlich - ein Highlight jagte das andere und Massen, Massen, Massen... Egal...Also wirklich zu loben, weil richtig gut und hochprofessionell waren die beiden Techniker von Artecom, die mit ihrer Ruhe und Besonnenheit ärgeres verhinderten und einen wirklich amtlichen Sound gebastelt haben - wenn auch alles mono (aus Ermangelung ausreichender Kanäle...) Vielen Dank dahin!!!
Fazit: Die Kirchgemeinde Sebnitz feierte ein Gemeindefest - wir waren mit dabei - und störten ein wenig - zumindest zeitweilig einige Verantwortliche...Liebe christliche Musiker - unsere Zeit, unser Anspruch an die Sache und unser Geld ist uns zu schade, um uns als Pausenfüller auf “Insider”-Veranstaltungen verheizen zu lassen! Und es zeigt sich leider wieder mal beim Veranstalter “Was nix kost´, das is´ auch nix” - Also: das nächste Mal nicht mehr für lau...
Es gibt aber auch richtig gute Veranstaltungen - weil richtig gut organisiert z.B. das Chemnitzer Stadtfest - “Die Arche” - Bühne: Mitten im Geschehen - zwei Tage pausenlos christliche Musik in allen Spielarten (Hauptsache, es knallt) - und dort passiert was, nämlich wirkliche Verkündigung, so wie uns aufgetragen ist....
GIDEON & Freunde (AKZENT & SUNRISE)
trotzdem noch ein paar Fotos - Ihr könnt ja nicht dafür...:
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