|
MammonHeiko Gödel
Geld macht nicht glücklich –
Jeder kennt den alten Satz.
Geld ist ein Ruhekissen,
es beruhigt und es mach t satt
Wir wissen, es gibt Unrecht,
es gibt Hunger, es gibt Tod.
Doch das ist wohl kaum uns’re Schuld -
Wen kümmert fremde Not.
Wir beruhigen dasGewissen – spenden Brot für die Welt,
eine Mark dem Penner, der uns die Hand entgegenhält.
Wir haben keine Skrupel – wir hab’n den stärksten Freund der Welt,
der solang wir ihn bezahlen können, immer zu uns hält.
Und der heißt
Mammon – du hältst die Fäden in der Hand.
Mammon – das Paradies ist abgebrannt.
Mammon – mit die gehen Not und Leid daher.
Mammon – machst uns das Leben schwer.
Und Abends dann am Stammtisch geht’s um Gott und um die Welt,
um Asylanten und um Autos und vor allem geht’s um Geld.
Und alle, die zu kurz gekommen, prosten sich dann zu.
Kein schöner Land hier weit und breit – schenk ein – lass mich in Ruh’.
Und Morgens tönt’s durchs Radio: Ein neuer Krieg in Irgendwo!
Zehntausend Tote – einfach so...
Wir haben keine Skrupel – wir hab’n den stärksten Freund der Welt,
der solang wir ihn bezahlen können, immer zu uns hält.
Mammon – du hältst die Fäden in der Hand.
Mammon – das Paradies ist abgebrannt.
Mammon – mit die gehen Not und Leid daher.
Mammon – machst uns das Leben schwer.
|